Kirnitzsch-Schänke

Kirnitzsch-Schänke um 1880

An der Stelle, an der die Kirnitzsch endgültig nach Sachsen hineinfließt, nachdem sie zuvor einige Kilometer den Grenzverlauf markierte, befand sich am böhmischen Ufer bis 1945 die Ansiedlung Hinterdittersbach (tsch. Zadni Jetrichovice), ein Knotenpunkt des Tourismus in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz.
Auf einer alten Brücke überschreitet hier die mittelalterliche Böhmerstraße die Kirnitzsch. Am bekanntesten in dieser Häusergruppe war die Kirnitzsch-Schänke.
Die gesamte Häusergruppe, die anfänglich auch "Kirnschbrücke" genannt wurde, entstand zu Beginn des 19.Jhs., vermutlich aus schon vorher existierenden zeitweiligen Unterkünften für Forstpersonal und Waldarbeiter.

In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. ist die Kirnitzsch-Schänke von einem einstöckigen Fachwerkbau in einen stolzes zweistöckiges Umgebindehaus umgebaut worden und wurde fortan als Hotel bewirtschaftet.
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurden die Bewohner aus Hinterdittersbach vertrieben und die Häuser dem Erdboden gleichgemacht.

Die Brücke über die Kirnitzsch ist heute noch vorhanden und wurde mittlerweile völlig überholt.
Am 28.10.2003 wurde über die Hinterdittersbacher Grenzbrücke ein Fußgänger-Grenzübergang eröffnet.